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Mit PrismaCards können jetzt auch Chinesische (und auch Japanische, Arabische, Russische ..) Vokabeln gelernt werden. Auf jeder Karteikarte sind die Chinesischen Schriftzeichen sowie auch Pinyin.

Was braucht man dazu?
Einen Unicode-Zeichensatz. Wer sich mit Chinesisch beschäftigt hat meist schon einen entsprechenden Zeichensatz am PC. Wenn nicht, bitte die folgende Datei runterladen und den Zeichensatz installieren. Sorry, die Datei sit etwas groß, aber es gibt ja so viele Chinesischen Zeichen 
Jetzt kann PrismaCards gestartet werden. Unter Extras - Optionen muss der Unicode-Zeichensatz (Arial Unicode) gewählt werden. Bitte auch eine möglichst große Zeichensatzgröße einstellen.

Alternativ kann auch nur für eine spezielle Übung der Zeichensatz eingestellt werden. Dazu bitte die Übung öffnen, die Einstellung kann unter Übung - Verwalten - Fonts vorgenommen werden. Bitte daran denken die Einstellungen zu übernehmen. Danach ist PrismaCards für die Chinesischen Vokabeln gerüstet.

PrismaCards wird schon mit einer Testversion von Chinesischen Vokabeln ausgeliefert. In der Übungsdatenbank ist ein Eintrag für Chinesisch.

Einschränkungen:
- Import Chinesischer Schriftzeichen geht nicht
- Die Chinesischen Schriftzeichen können noch nicht für den PDA exportiert werden
Wie geht es weiter?
Es gibt einen Grundwortschatz von Vokabeln, diesem werden weitere aufbauende Übungen folgen. PrismaCards wird Stück für Stück ausgebaut werden, bis die fehlenden Funktionen auch für Chinesisch funktionieren. Da Updates immer gratis sind, sollte das kein Grund sein das Programm nicht jetzt schon zu verwenden.
Zur Aussprache - Pinyin
Da die chinesischen Zeichen immer genau eine Silbe beschreiben, ist auch die Pi-nyi-n-Umschrift silbenbasiert. Die chinesische Silbe besteht aus einem Anlaut und einem Auslaut. Die Silbe 'ba' besteht aus dem Anlaut 'b' und dem Auslaut 'a'. Die meisten Auslaute können auch ohne Anlaut gesprochen werden. Da sich das chinesische und das deutsche Lautsystem in einigen Punkten erheblich unterscheiden, sind die Aussprachehinweise nur Näherungen.
Anlaute
| b | wie deutsches b, aber stimmlos wie in Bayern, Österreich, Schweiz |
| p | behaucht (mit Atemdruck) wie auf englisch |
| m | wie deutsches m |
| f | wie deutsches f |
| d | wie deutsches d, aber stimmlos wie in Bayern, Österreich, Schweiz |
| t | behaucht wie auf englisch |
| n | wie deutsches n |
| l | wie deutsches l |
| z | ähnlich wie ds in Landsmann, beginnt stimmlos, nicht behaucht |
| c | wie deutsches z, aber stark behaucht |
| s | scharfes s, wie deutsches ß in Muße) |
| zh | wie z, aber mit nach hinten an den Gaumen gekrümmter Zungenspitze |
| ch | wie zh, aber stark behaucht |
| sh | ähnlich wie deutsches sch, aber mit gekrümmter Zunge wie bei zh und ch |
| r | englisches "r" und französisches "j" gleichzeitig, Zunge gekrümmt wie bei sh, ch, zh |
| x | sagen wir... deutsches ch in ich, deutsches s und deutsches sch gleichzeitig, und dann einen [j]-ähnlichen offglide dahinter (wie bei französisch gn) |
| q | x mit t davor und stark behaucht |
| j | wie q, aber nicht behaucht, und endet stimmhaft |
| g | wie deutsches g, aber stimmlos wie in Bayern, Österreich, Schweiz |
| k | wie deutsches k, aber sehr stark behaucht wie im Tirolerischen |
| h | wie deutsches ch in ach; außer vor u, dort wie auf deutsch |
| y | wie deutsches j; wenn Auslaute mit i oder ü ohne Anlaut vorkommen, dann wird ein y davorgesetzt, das von den meisten nicht ausgesprochen wird, also i > yi (ausgesprochen i, selten ji) oder iang > yang (ausgesprochen jang), bei ü verschwinden die Punkte, also ü > yu (ausgesprochen ü, selten jü) oder üe > yue (ausgesprochen üe, selten jüe) |
| w | wie auf englisch; wenn Auslaute mit u ohne Anlaut vorkommen, dann wird w davorgesetzt, also u > wu oder uo > wo (Aussprache analog zu y) |
Auslaute
| a | wie deutsches a |
| o | kurzes oa, (fast) wie uo |
| e | ähnlich wie kurzes norddeutsches e und englisches er (Kehlkopf nach unten ziehen), außer in ye, dort wie deutsch Bett und in der Silbe e (ein ungewohnter Zwielaut: |
| i | wie deutsches i, außer nach z, c, s, zh, ch und sh, wo es extrem weit unten im Rachen gesprochen wird (Kehlkopf weit nach unten ziehen) |
| ia, iao, ie, ian, in, iang, ing, iong | wie bzw. fast wie die Silben ya, yao, ye, yan, yang, ying, yong; in -ian und yan wird das a wie in englisch an ausgesprochen; e in -ie und ye wie deutsch Bett |
| u | wie deutsches u. Ein u nach y, j, q und x ist eigentlich ein ü (siehe übernächster Eintrag), da dort kein echtes u vorkommen kann. |
| ua, uo, uai, ui, uan, uang | fast wie die Silben wa, wo, wai, wei, wan, wang |
| ü | wie deutsches ü, kann mit anderen Auslauten kombiniert werden: üe (e wie deutsch Bett), üan (a wie in englisch an), ün; nach y, j, q und x (wo die Aussprache u nicht vorkommt) wird das ü vereinfacht als u geschrieben, der Buchstabe kommt also nur nach n und l vor |
| ai | gesprochen wie norddeutsch ei in Osterei oder ai in Mai; fast wie englisch I und eye |
| er | kurzes e und r, wird manchmal zu r alleine verkürzt: na'er -> nar |
| ao | fast wie deutsch au |
| ou | ähnlich wie englisch low |
| an, en, in, un | n wie auf deutsch, e meistens wie in deutsch Bett, u ist hier ein Zwielaut ähnlich wie deutsch gurgeln |
| ang, eng, ing, ong | ng wie auf deutsch, recht nasal gesprochen; ong klingt eher wie deutsches -ung; e in eng siehe oben (aber ebenfalls nasal); nicht die nächste Silbe mit g beginnen, außer es steht extra da, wie in Yi-ngguó! |
| ei | wie englisch day |
Besonderheiten
Bei den Anlauten y, j, q, und x beginnt ein mit u geschriebener Auslaut mit einem gesprochenen ü (Cyan).
Der Anlaut y wird bei nachfolgendem u oder i nicht gesprochen ("pinyin" wird also "pinin" gesprochen). Der Anlaut w wir wie ein u ausgesprochen, in der Kombination "wu" gar nicht. Nach den Anlauten z, c, zh, sh und r wird das i alveolar, d.h. im Rachen, gebildet - "es bleibt einem im Halse stecken" (Gelb). Die Auslaute ui, un und iu, werden uei, uen und iou gesprochen (Grün).
Nachfolgend einige Beispiele. Der Zeilentitel gibt den geschriebenen Anlaut, der Spaltentitel den geschriebenen Auslaut. In der Zelle findet sich eine Annäherung an die Aussprache in deutscher Lesart. Das "(i)", deutet ein alveolares i an. Das "ch" in der angenäherten Aussprache, wird wie das ch im ich gesprochen. Ein "-" bedeutet, dass es diese Silbe im pinyin nicht gibt.
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...u |
...ue |
...uan |
...un |
...i |
...iu |
...ui |
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w... |
u |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
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y... |
ü |
üe |
üän |
ün |
i |
- |
- |
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j... |
dchü |
dchüe |
dchüän |
dchün |
dchi |
dchiou |
- |
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q... |
tchü |
tchüe |
tchüän |
tchün |
tchi |
tchiou |
- |
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x... |
chü |
chüe |
chüän |
chün |
chi |
chiou |
- |
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z... |
dsu |
- |
dsuan |
dsuen |
ds(i) |
- |
dsuei |
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zh... |
dschu |
- |
dschuan |
dschuen |
dsch(i) |
- |
tschuei |
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ch... |
tschu |
- |
tschuan |
tschuen |
tsch(i) |
- |
tchuei |
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sh... |
schu |
- |
schuan |
schuen |
sh(i) |
- |
schuei |
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c... |
tsu |
- |
tsuan |
tsuen |
ts(i) |
- |
tsuei |
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r... |
ru |
- |
ruan |
ruen |
r(i) |
- |
ruei |
Bezeichnung der Töne
Außerdem werden in der chinesischen Sprache Töne für die Unterscheidung von Bedeutungen benutzt. Es gibt im Mandarin eigentlich 5 Töne, meist wird der "leichte Ton" aber nicht gezählt und man spricht von 4 Tönen. In der Pinyin-Umschrift werden diese durch diakritische Zeichen (also kleine Buchstaben-Markierungen) an den Vokalen dargestellt. Steht kein Zeichensatz mit Tonmarkierungen zur Verfügung, wird der Ton stattdessen oft durch eine Zahl charakterisiert, z.B. bedeutet hao3, die Silbe hao im 3. Ton zu sprechen.
- beim ersten Ton bleibt die Stimme gleichmäßig hoch
- beim zweiten Ton steigt die Tonhöhe an (ähnlich wie deutsch "?")
- beim dritten fällt die Stimme erst ab, um dann anzusteigen (ähnlich wie deutsch "?!?")
- beim vierten fällt die Stimme (ähnlich wie deutsch "!")
Daneben gibt es auch Silben, die zu kurz und unbetont sind, um einen unterscheidbaren Ton zu haben; diese haben den sogenannten "leichten Ton", der nicht markiert wird.
Finden sich mehrere Vokale in einer Silbe, wird die Tonmarkierung über dem dominierenden Vokal gesetzt, d.h. dem Vokal, bei dem der Mund am weitesten geöffnet ist. Der Vokal einer Silbe der in der folgenden Aufzählung weiter vorne steht, erhält das diakritische Zeichen: a, o, e, i, u, ü.
Wird Pinyin nur verwendet, um chinesische Eigennamen innerhalb nicht-chinesischer Texte wiederzugeben, so lässt man die Tonangaben gewöhnlich ganz weg. In Umschriften ganzer chinesischer Sätze oder Texte müssen die Töne aber markiert werden, da sich sonst oft durch die Homografie Mehrdeutigkeiten ergeben können.
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