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iMCards - Lernsystem


Karteikarten-System nach Dr. Sebastian Leitner

Beim klassischen Karteisystem sind die einzelnen Fächer (Boxen) alle gleich groß. Beim System nach Dr. Sebastian Leitner ist das nicht so, im ersten Fach passen nur sehr wenige Karteikarten, die höheren Fächer werden dann immer größer. Der Grund dafür ist ein Arbeitsprinzip unseres Gedächtnisses. Es vergisst am Anfang sehr viel, und je länger man etwas weiß desto unwahrscheinlicher wird es das wir es wieder vergessen.

Memokurve

Da jedes Fach erst dann bearbeitet wird, wenn es voll ist, wiederholen wir den Stoff nach immer längeren Zeitabständen. Dadurch wird der Lernstoff auf den Karteikarten immer dann wiederholt, wenn er zu verblassen droht. Und wenn man eine Karteikarte im letzten Fach nach langer Zeit richtig beantworten kann, dann ist die Wahrscheinlichkeit sie nicht mehr zu vergessen sehr hoch.

Memokurve

Der Karteikasten besteht aus mehreren verschieden großen Fächern, in denen sich Karteikarten mit dem zu lernenden Stoff befinden. Der Karteikasten wird in 5 Fächer aufgeteilt. Jedes Fach kann eine bestimmte Anzahl von Karteikarten aufnehmen. Im ersten Fach sind es 30 Karteikarten, im zweiten 60, im dritten 150 und so weiter.

System Leitner

Zunächst werden in die erste Box 30 unbekannte Karteikarten gefüllt. Nun wird die erste Karteikarte vom der ersten Box genommen und abgefragt. Ist diese richtig beantwortet, kommt sie in die zweite Box. Wurde sie falsch beantwortet, kommt sie als letzte Karte in die erste Box zurück.

Karteikarten Leitner

Irgendwann hat die zweite Box mehr als 60 Karteikarten. Dann wird aus dieser Box eine Karteikarte geprüft. Wird eine wiederholte Karte aus Box 2-4 aber nicht mehr beherrscht, geht sie automatisch wieder in die erste Box zurück, um erneut den weiten Weg ins Langzeitgedächtnis anzutreten. Auf diese Weise werden einmal gekonnte Karteikarten in gewissen Abständen wiederholt, bis sie in Box 5 landen.



Erweiterungen in PrismaCards/MCards/iMCards/SmartCards zum System nach Dr. Sebastian Leitner

Gut-Zähler

Jedes Mal wenn eine Karteikarte von Box 4 in die Box 5 wandert, wird dieser Zähler erhöht. Erst nach dem Auffrischen (Karten aus Box 5 in Box 4 schieben) wird diese Karteikarte dann nochmal abgefragt. Ist alles OK erhöht sich der Zähler wieder, bei falscher Antwort wird der Zähler gelöscht. Er ist also ein Kriterium wie sicher Karteikarten auch nach langer Zeit noch beherrscht werden.

Vorteil Leitner



Schlecht-Zähler

Dieser Zähler erhöht sich, wenn eine Karteikarte aus Box 2-4 nicht gewusst wird. Er ist ein klares Merkmal für Karteikarten die schwer zu lernen sind. Damit das normale anfängliche Lernen nicht mit eingeht, wird der Zähler bei falschen Antworten von Karteikarten aus Box 1 nicht erhöht.

Prinzip Leitner



Das System nach Leitner bietet zwei große Vorteile:

  • Schlecht im Gedächtnis Haftendes wird öfter und in kürzeren Zeitabständen wiederholt, schon Gelerntes durchläuft den Kasten problemlos.

  • Durch die zum letzten Fach hin immer größer werdenden Fächer werden die Zeitabstände bis zum nächsten Auftauchen einer Karte immer größer. Um es bis durch den letzten Kasten zu schaffen muss der Karteninhalt mehrere Wochen im Gedächtnis geblieben sein. Da die Vergessenskurve vor allem in den ersten Tagen sehr steil ist, nach einigen Tagen aber fast flach wird, sind solche über Wochen behaltene Inhalte praktisch "für ewig" gelernt.



Unterschied zwischen iMCards und IMCards Lite:

IMCards Lite ist gratis und als einzige Einschränkung können gekaufte oder selbst erstellte Übungen nicht importiert werden. Bei dem Programm ist der komplette Englisch Grundwortschatz schon dabei, und es können viele Gratis-Übungen von der Homepage geladen werden. Somit können alle Features des Programmes getestet werden.

Wenn ihnen das Programm gefällt und sie mehr damit Lernen wollen, müssen sie die Vollversion für € 4,99 im AppStore erwerben. Damit ist es möglich auch mit gekauften Übungen zu lernen.

Wollen sie selbst Karteikarten erstellen gibt es am PC dafür das Programm PrismaCards. Es ist Shareware, und sie können mit der Gratis-Version alles ausprobieren. Der Export für das iPhone wird erst in der nächsten Version möglich sein, die bald erscheinen wird (Januar 2009). Da Updates immer Gratis sind, steht ihnen aber nichts im Wege, schon jetzt anzufangen eigene Übungen zu erstellen. Sobald die Version 3.1 fertig ist, können sie die Übungen dann auch auf das iPhone und den iPod touch bringen.


Karteikarten am iPhone